HOFREITE RODENBACH:
Denkmalgerechter Umbau eines Fachwerkhauses zum Zweifamilienhaus
Bauherr: privat
Ort: Rodenbach
Nutzung: Wohnen
Leistungsphasen: 1–9
Fertigstellung: 2026
Fotos: Felix Raschke
Das Wohnhaus ist Teil einer Hofreite im historischen Ortskern von Rodenbach. Zusammen mit Scheune und Nebengebäuden umschließt es einen Hof und gehört zu einem denkmalgeschützten Ensemble.
Zahlreiche Umbauten hatten dem Fachwerkhaus aus dem 17. und 18. Jahrhundert viel von seiner Identität genommen: Das Fachwerk war teilweise durch Mauerwerk ersetzt worden und die Fensterformate passten nicht zum Haus. Der Wärme-, Schall- und Brandschutz entsprachen nicht den heutigen Anforderungen. Das bisherige Einfamilienhaus sollte in zwei Wohnungen aufgeteilt werden.
Ein Anbau aus den 1950er-Jahren im Hof wurde abgerissen. An seiner Stelle erschließt eine doppelt gewendelte Außentreppe mit Laubengang beide Wohnungen, sodass innerhalb des Gebäudes kein Treppenhaus mehr nötig ist. Durch den Wegfall der Treppe im Gebäude,orientieren sich die Wohnbereiche jetzt nach Süden zum Hof und öffnen sich dort mit raumhohen Fenstern. Zur Straße hin erhält das Haus seine historischen Proportionen zurück: Die querformatigen Fenster wurden durch hochformatige Holzfenster mit Läden ersetzt, angelehnt an den Zustand vor dem Umbau von 1959. In Abstimmung mit der Denkmalpflege erhielten die Fassaden eine Dämmung aus Holzfaserplatten und einen Kalkputz in einem warmen Beigegrau. Das Krüppelwalmdach wurde gedämmt und mit naturroten Tonziegeln neu eingedeckt, ohne die Proportionen der Traufe zu verändern. Eine Pelletheizung ersetzt die alte Ölheizung und versorgt eine Fußbodenheizung. Solarthermie und Photovoltaik liegen auf der Hofseite des Daches, von der Straße aus nicht sichtbar.
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